Angedacht

Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes.
Unser Gott kommt und schweiget nicht. Psalm 50, 2-3

Ihr Lieben, Advent, das heißt für mich ganz persönlich Er kommt und Er, unser Erlöser, redet! Für mich ist das eine Heilsbotschaft, die all den Erfahrungen von Vergeblichkeit, von Einsamkeit, von Verlorenheit entgegensteht. Ja, Gott kommt und redet - auch das Unbequeme und Unerwartbare. So wie in den Worten des 50. Psalm. In diesem alten Gebet wird uns erzählt, dass Gott Gericht über alle Menschen hält, um sie neu auszurichten, aber auch, dass er unter ihnen wohnen will, um die Ungerechtigkeit zu richten.

Advent und Weihnachten lassen uns erfahren, dass Gott sich nicht rar macht, nicht schweigt, sondern uns nachgeht, uns einen Neuanfang schenkt in Jesus Christus - Gottes Wort mit Hand und Fuß . Advent und Weihnachten stehen sinnbildlich für die Tatsache, dass Gott auch heute noch redet. Er redet durch sein Wort, durch andere Menschen, durch seine Sakrament e. Unterscheidbar ist seine Stimme von dem Stimmgewirr unserer Tage!
Gottes Stimme ist nämlich die Stimme der Wahrheit und die Stimme der Liebe. Es ist die Stimme des Kindes in der Krippe, des gekreuzigten und auferstandenen und wiederkommenden Herrn, der zu sich das Mühselig und Beladene ruft und uns neues Leben schenken möchte. Sein Glanz bricht sich in der Dunkelheit Bahn und kündigt sein Kommen und Reden an - für uns und diese Welt!

Uns bleibt es, diesem Glanz und seiner Stimme zu folgen, weil alle anderen Lichter und Stimmen nur Irrlichter sind - am Ende doch nur glanzlos und leer.

Gerade in diesen Tagen, in denen die Einschränkungen durch die Pandemie so manch gewohnten Kontakt, so manch liebgewonnen Weg unmöglich machen, wünsche ich Ihnen und uns allen
die Erfahrung, dass Gottes Glanz und sein Reden über alle Grenzen und dem Gefühl von Vergeblichkeit, von Einsamkeit, von Verlorenheit hinwegführt.

Im Namen aller ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden wünsche ich Ihnen Gottes Segen.    

lhr Pfr. Christian Wedow

Losung und Lehrtext für Mittwoch, 2. Dezember 2020:

Ich traue auf den HERRN. Wie sagt ihr denn zu mir: Flieh wie ein Vogel auf die Berge!
Psalm 11,1

Jesus spricht: Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
Johannes 14,27